Vom Mann im Salz und bemalten Totenschädeln
Die 3. HL c- Klasse auf Weltkulturerbe-Exkursion in Hallstatt
„Wir sind das einzige Weltkulturerbe in Oberösterreich, ich bin stolz, hier Chefin zu sein“ meinte Pamela Friedl, die Tourismusmanagerin des Inneren Salzkammergutes, als sie die 3. HL c Klasse der TS Salzkammergut in Hallstatt empfing. Im Rahmen des Ausbildungsschwerpunktes Touristisches Management hatte diese Klasse mit Mag. Heidi Egger und Mag. Alfred Reimair dem traditionsreichen Salinenort einen Besuch abgestattet.
Mystische Nebenschwaden lagen über dem See, als die jungen Touristiker „standesgemäß“ per Schiff eintrafen, um als ersten Besuchspunkt die Salzwelten der Salinen Austria – zweifellos einer der touristischen Leitbetriebe der Region – zu besuchen. Dass sich gleichzeitig brasilianische, asiatische und amerikanische Touristen auf den Spuren des „Mannes im Salz“ befanden, unterstrich fast nebenbei das weltweite Interesse das die Dachsteinregion erzielt, seit sie in den erlesenen Kreis der nunmehr rund 860 Welterbestätten aufgenommen worden ist.
Gerd gestaltete uns eine aufregende und interessante Führung durch die Salzwelten
Für den großen Spaßfaktor sorgen natürlich die Rutschen im Bergwerk – bei der sogar die Geschwindigkeit der Teams gemessen wird!!
Nach dem Mittagessen im Bräu-Gasthof, einem der wohl ältesten und interessantesten Gebäude des Salinenmarktes, skizzierte Pamela Friedl ihren künftigen Berufskollegen, was der Weltkulturerbestatus in der touristischen Vermarktung, aber auch für die Besitzer der Häuser in Hallstatt bedeutet – das Welterbe ist eine Chance, gibt aber auch viele Grenzen und Auflagen vor, etwa bei der Renovierung von Gebäuden.
Das Tourismusmanagement der Welterberegion ist fest (und kompetent) in weiblicher Hand:
Chefin Pamela Friedl …
„Die Tatsache, dass bei uns nichts verpfuscht wurde, ist ein tolles Startkapital; wir sind authentisch und echt, naturbelassen, für internationale Gäste der ideale ländliche Raum und wir bieten doch jeden Komfort“ meinte die Tourismuschefin. Dass die Idee, die Weltkulturerbe-Region in Form von Schul-Projektwochen den Jugendlichen bekannt zu machen voll eingeschlagen hat, konnte Mitarbeiterin Stefanie Stimitzer aufzeigen. Neben den vielen kulturellen Attraktionen begeistern vor allem die „Outdoor-Sportarten“ in herrlicher Naturlandschaft wie Klettern, Mountainbiken, Höhlentrekking oder Canyoning die jungen Gäste, der Tourismusverband nimmt den Schulen möglichst viel Organisationsarbeit ab, bei Schlechtwetter kann sofort umdisponiert werden.
… und Welterbe-aktiv-Projektleiterin Stefanie Stimitzer
Eine spannende und äußerst kompetente Ortsführung (in english, of course!) mit Fremdenführerin Barbara Kern beendete diese Exkursion in die Welterberegion – Beinhaus, Flügelaltar, die älteste Stiege der Welt oder die faszinierende Instrumentenbauerwerkstatt von Arnold Lobisser im Bräuhaus werden den Schülern der 3. HL c nachhaltig in Erinnerung bleiben!
Ganz offensichtlich informativ und amüsant war die englischsprachige Ortsführung mit Barbara Kern
Warum graben die den Opa aus und lassen seinen Schädel im Sonnen- und Mondlicht bleichen – fragen sich Betti, Mark, Fritz, Stefan und Lukas am Hallstätter Friedhof ??
PS: Heute ist die Bestattung im Beinhaus zwar noch möglich, aber schon sehr selten geworden.
Das Eis am Schiff am Ende eines anstrengenden Tages in Hallstatt war wohlverdient!
Mag. Alfred Reimair












