„Drinnen ist es kalt, nass und dunkel“

Höhlenforscher Clemens Tenreiter berichtete vor Tourismusschülern aus der faszinierenden Welt der Höhlen

Im aktuellen Sommersemester beschäftigt sich die 2 ALa-Klasse der Tourismusschulen intensiv mit Österreichs Höhlen – einerseits als beeindruckendes Naturphänomen, andererseits als wichtige touristische Attraktionen, gerade in unserer Gegend. Zu diesem Thema war kürzlich einer der profiliertesten Höhlenforscher des Salzkammergutes im Unterricht zu Gast. Mit beeindruckenden Fotos entführte er seine Zuhörer vor allem in die endlosen Labyrinthe der Hohen Schrott vor den Toren Bad Ischls.


„Da geht’s ohne Ende eini und da hört‘s net auf“ erklärte Tenreiter und berichtete von derzeit 147 erforschten Höhlen-Kilometern im Schönbergsystem, wobei sein persönlicher Forschungsschwerpunkt derzeit bei der Verborgenen Höhle (Langwandhöhle) liegt. Die Schüler waren vom profunden Wissen Tenreiters begeistert, das tief in die Bereiche der Geografie und der Geologie, aber ebenso der Speläologie hineinreicht, verbunden mit perfekten EDV-Kenntnissen, denn jeder neu begangene Höhlenabschnitt wird auch umgehend digital katografiert und dokumentiert.


Begeisterung riefen auch tolle Kletterfotos und Abseilpassagen bis zu 50m ohne Wandberührung hervor – die natürlich dann auch mit viel Kraft wieder hochgeklettert werden müssen. Und immer wieder werden interessante Funde gemacht – skelettierte Marder, Fledermäuse und auch Elchgeweihe, die auf ein relativ mildes Klima vor rund 4000 Jahren hinweisen, als erstmals Almen in unserer Region erschlossen wurden.


Die Schülerinnen und Schüler waren vom Vortrag fasziniert; als Abschluss ihres Unterrichtsprojektes werden die Schüler noch die Dachstein Eishöhlen besuchen.

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