„Good morning!“, „Bonjour“ und „¡hola! ¿que tal?“

Unsere SprachassistenInnen stellen sich vor

In diesem Schuljahr haben wir das große Glück, dass gleich drei StudentInnen den Fremdsprachenunterricht auflockern: Chloé aus Frankreich, Aiora aus Spanien und Alexander aus den USA.

„Die Jugendlichen freuen sich immer uns zu sehen, dann wissen sie, dass es diese Stunde keinen Test gibt“, erzählt Chloé lachend, wenn man sie fragt, ob die SchülerInnen sich darüber freuen, dass sie in den Unterricht kommen. Sie seien nämlich nicht dazu da, Grammatik mit ihnen zu lernen – Gott sei Dank -, sondern zu zeigen, dass man in der fremden Sprache auch Spaß haben kann, ergänzt Aiora. Und Alex aus den USA fügt hinzu, dass man auch viel vom eigenen Heimatland erzählen kann, was die SchülerInnen sehr interessiere. In seinem Fall seien „Trump“ und die politische Willensbildung in den USA immer wiederkehrende Themen.
Die drei stehen jedoch nicht nur so zum „Spaß“ vor der Klasse, sondern machen dieses Auslandsjahr, weil es gut für ihre Biographie, ihren Lebenslauf ist. Erfahrungen im Ausland werden auch in den Heimatländern der drei sehr geschätzt. Für ihre Tätigkeit an der Schule werden sie vom Bundesministerium bezahlt. Sie müssen 13 Wochenstunden unterrichten und das an zwei verschiedenen Schulen: Chloé und Aiora sind daher noch an der HAK und Alex an der HLW/HLS tätig.
Vom Unterricht und von den SchülerInnen her wären die Schulen nicht so verschieden, darüber sind sich die drei einig, doch das Buffet und das Essen seien in der Tourismusschule eindeutig am besten, versichern sie.
Interessant finden sie, dass in manchen Schulen die Hausordnung verlangt, dass die SchülerInnen nicht mit Straßenschuhen die Klassenräume betreten dürfen, sondern Hausschuhe anziehen müssen. Das würde in ihren Heimatländern nicht gehen – „Die Schule ist doch kein Wohnzimmer“, erklärt Alex. Positiv fällt ihnen auf, dass die österreichischen SchülerInnen ein sehr gutes Verhältnis zu den Lehrkräften haben, es nicht zu viel Hausaufgabe gibt und manchmal auch im Unterricht gescherzt wird. Das war am Anfang für sie etwas seltsam. Spaß im Unterricht? Ein Unding in Frankreich und den USA: Unterricht ist Unterricht, basta und wer nicht spurt, der hat in der Schule, im College nichts verloren. Jeden Tag Hausaufgaben in allen Gegenständen plus Lernen für diverse Tests seien Selbstverständlichkeiten und niemand rege sich darüber auf.
Finden sie das entspannte Lernklima an unseren Schulen völlig in Ordnung, ist es für die drei völlig unverständlich, dass das Handy an unseren Schulen benutzt werden darf. In Frankreich, den USA sowie in manchen spanischen Schulen muss das Gerät tagsüber im Spind bleiben. Erwischt man jemandem beim Handytelefonieren – wenn auch „nur“ in der Pause -, wird das Gerät einbehalten und die Eltern werden verständigt. Die BenutzerIn erhält eine Abmahnung, kommt das mehrmals vor, einen Schulverweis. Diese Regelung gilt übrigens für alles Schulen – das Alter der SchülerInnen spielt dabei keine Rolle.

Worauf sich die drei besonders freuen ist der Winter – sie wollen unbedingt Schifahren lernen, Punsch trinken und einen Schneemann bauen. Skeptisch sind sie noch etwas, was den Krampus und den Nikolaus betrifft und wozu der Fasching gut sein soll, ist ihnen auch noch nicht ganz klar. Aber diese Dinge werden ihnen sicherlich noch von ihren Klassen erklärt werden.
Alex, Chloé und Aiora sind froh, dass sie in das Innere Salzkammergut gekommen sind. Bad Ischl gefällt ihnen, obwohl sie eigentlich in eine größere Stadt wollten. Doch sie fühlen sich hier angenommen und gut aufgehoben. Ein gutes Zeugnis für die Ischler berufsbildenden höheren Schulen. Und auch die SchülerInnen sind von ihnen begeistert. Die Fremdsprache im „Original“ zu hören, ist immer spannend. Fazit: Fremdsprachenassistenz – eine Win-Win-Situation für alle.

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